Synonym: Tibiakopffraktur, lat.: Fractura capitis tibiae
Es ist bei diesen Brüchen immer das Kniegelenk mitbetroffen, da das oberste Ende des Schienbeines die untere Gelenksfläche des Kniegelenkes bildet.
Entsprechend kommt es aufgrund der Einblutung in das Kniegelenk meist rasch zu einer beträchtlichen Schwellung des Gelenkes (Gelenkserguß) - neben dem Schmerz und der Fehlstellung eines der Hauptsymptome dieser Knochenverletzungen.
Brüche am oberen Ende des Schienbeines sind meist das Ergebnis von hoher Gewalt, die axial auf das Bein auftrifft.
Oft kommt es auch zu solchen Brüchen, wenn bei einem Sturz der Unterschenkel nach innen oder nach aussen wegkippt, die Seitenbänder nicht reissen und ein Teil der Gelenksfläche des Schienbeines gleichsam am Oberschenkel eingedrückt wird.
Entsprechend diesem Mechanismus findet man diese Brüche auch häufig als Folge von Sportunfällen (insbes. Schi und Ballsportarten) oder bei stärkerer Gewalt, die axial auf das Bein einwirkt.