Die dritte postoperative Woche
Ab 11. Tag bis zur 3. Woche nach der Operation
Sofern in Ihrem Fall eine stabilisierende Orthese angeordnet wurde, tragen Sie diese falls erforderlich. Dabei ist die Beugung auf 90° limitiert, um eine Überlastung des Kreuzbandersatzes bei zu starker Beugung und gleichzeitiger Belastung oder bei einer Verdrehung des Kniegelenkes zu verhindern.
Beim Auftreten von Schwellung, Überwärmung oder Schmerzen muss bis zum Rückgang der Beschwerden die Schiene abgenommen, das Bein hochgelagert und das Knie gekühlt werden.
Kraul- und Rückenschwimmen (kein Brustschwimmen!) sind ebenfalls zu empfehlen.
3. bis 6. postoperative Woche
Während der ersten 3 Wochen ist Beugung auf 0-0-90°eingeschränkt. Von der 4. Woche an werden intensive Übungen im so genannten geschlossenen kinetischen System angestrebt. Hierzu zählen vor allem 1/4 bis 1/2 Kniebeugen, wobei der Oberkörper 30° nach vorne gebeugt sein soll und der Patient stets gleichzeitig bewusst Beuger (Hamstrings) und Strecker anspannen sollte.
Mehrfach täglich Zehenstand bds. jeweils 10 Sekunden, wobei Beuger und Strecker simultan angespannt werden sollen, kurze Pause, wieder 10 Sekunden, so oft wie möglich täglich wiederholen. Dabei anfangs mit den Händen an der Wand Balance stabilisieren, bis es ohne geht (Training der Kontraktion und Koordination).
Weitere Übungen erfolgen mit Treppensteiggerät, Beinpresse etc. Selektiv kann die Beugemuskulatur mit isokinetischen Trainingssystemen trainiert werden. So genanntes Aquajogging ist ein weiteres hervorragendes Mittel zur Frührehabilitation (nach der 1. Woche).
Zu diesem Zeitpunkt empfehlen wir auch den Beginn von Koordinations- bzw. Proprioceptionstraining.
Nach Einheilen der Knochenblöcke (3. bis 4. Woche) sollte die Arretierung aus der Knieorthese (falls benutzt) entfernt werden, womit jetzt die volle Beugung erreicht werden kann. Vermeiden Sie aber unbedingt eine übermäßige Beugung im Kniegelenk unter Belastung.
Mit folgenden Übungen wird nun begonnen: