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15.09.2019 Sie befinden sich hier: Kniegelenk / Kniegelenk - Anatomie / Kniescheibe / 
Kniescheibe - Patella

Die Kniescheibe ist ein platter, annähernd dreieckiger Knochen, der in die Sehne der Oberschenkel-Streckmuskulatur eingeschaltet ist. Die Sehne des Oberschenkelstreckmuskels (Musculus quadriceps femoris) zieht über und durch die Kniescheibe und dann als Kniescheibenband (Ligamentum patellae) zu einer Erhabenheit an der Vorderkante des Schienbeines (Tuberositas tibiae) unterhalb des Kniegelenkes. Die dem Gelenk zugewandte Fläche der Kniescheibe ist zur Gänze mit Knorpel überzogen und gleitet bei der Bewegung des Gelenkes über die Oberschenkelknorren.

Die Führung der Kniescheibe bei Bewegung im Kniegelenk wird durch starke Haltebänder (Retinaculum patellae mediale und laterale) gewährleistet, die von den Seitenrändern der Kniescheibe zu den Oberschenkelknorren bzw. zum oberen Schienbein ziehen. Diese Haltebänder verbinden sich teilweise mit dem inneren und äusseren Seitenbandapparat des Kniegelenkes, so daß insgesamt ein sehr komplex aufgebauter Stabilisierungsapparat sowohl für die Kniescheibe als auch für das gesamte Kniegelenk entsteht.