Home | Impressum | Disclaimer
15.09.2019 Sie befinden sich hier: Kniegelenk / Meniskus / Meniskus - Nachsorge / 
Meniskusverletzungen - Nachsorge


Welche Komplikationen können eintreten und wie wahrscheinlich sind sie ?

Die Operation am Meniskus ist ein risikoarmes Routineverfahren, bei dem Zwischenfälle und Komplikationen nur sehr vereinzelt auftreten. Trotzdem kann kein Arzt den Erfolg der Behandlung und ihre Risikofreiheit zu 100% garantieren. Die allgemeinen Gefahren chirurgischer Eingriffe wie Infektionen und Blutgerinnsel (Thrombosen) sind sehr selten, können jedoch zu schwerwiegenden Folgen führen.

Auf folgende spezielle Komplikationen der Region und der arthroskopischen Operation muß zudem hingewiesen werden:


  1. Kleine Verletzungen der Knorpeloberfläche durch die Operationsinstrumente können vorkommen, bleiben in der Regel jedoch folgenlos.
  2. Gelegentlich bildet sich nach der Operation ein Gelenkserguß (aufgrund einer Nachblutung oder einer Gelenksreizung). Trotz Punktion kann ein solcher Erguß immer wieder auftreten und über Wochen bestehen.
  3. Äußerst selten kann es zu Verletzungen wichtiger Blutgefäße kommen, die zu stärkeren Blutungen führen und sogar eine Bluttransfusion erforderlich machen, die das Risiko einer - allerdings extrem seltenen - Infektion mit Hepatitis-Viren oder HIV (AIDS-Viren) in sich birgt.
  4. Ebenso Äußerst selten kann eine Verletzung von Nerven auftreten, die eine Teillähmung des Beines zur Folge haben kann.
  5. Weniger selten sind Irritationen und Verletzungen kleiner Hautnerven, die - meist allerdings nur vorübergehend - zu einem abgeschwächten Gefühlsempfinden im Bereich der Narben führen können.
  6. Extrem selten sind vorübergehende, gelegentlich auch bleibende Muskel- und Nervenschädigungen bis hin zur Teillähmung des Beines durch die Blutsperre (Blutdruckmanschette, die um den Oberschenkel angebracht wird, um bei der Operation den Blutverlust klein und die Sicht gut zu halten).


Wie lange dauert in der Regel die Rekonvaleszenz ?

Die Dauer der Rekonvaleszenz ist natürlich abhängig von der Art und dem Ausmaß des nötigen Eingriffes. Bei einer Meniskus-Teilentfernung ohne Zusatzverletzung an Knorpel oder Schleimhaut kann damit gerechnet werden, daß nach längstens 10 bis 20 Tagen eine völlige Wiederherstellung eingetreten ist.

Nach einer Naht eines verletzten Meniskus ist die Nachbehandlung dagegen deutlich länger. Da hier das genähte Gewebe geschont werden muß, ist nach der Operation eine Entlastung des Beines (Gehen mit Krücken) i.d.R. für 3 bis 6 Wochen erforderlich.



Welche Langzeitfolgen sind zu erwarten?

Ob es zum Auftreten von Langzeitfolgen kommt, hängt in erster Linie von den bereits zum Operationszeitpunkt bestehenden Vorschäden am Gelenksknorpel und vom Ausmaß des zu entfernenden Meniskusanteiles ab.

Bei der Entfernung eines kleinen abgerissenen Meniskuslappens wie auch nach gelungener und abgeheilter Meniskusnaht sind keinerlei Langzeitfolgen zu erwarten.

Liegt jedoch bereits ein ausgeprägter Knorpelschaden vor oder mußte nahezu der ganze Meniskus entfernt werden, so ist eine vorzeitige, zunehmende Gelenksabnützung (Arthrose) zu befürchten.

zum