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15.09.2019 Sie befinden sich hier: Kniegelenk / Meniskus / Meniskus - OP-Indikation / 
Meniskusverletzungen OP-Indikation


Warum sollte operiert werden ?

Eine Verletzung der Menisken führt in der Regel zu Einklemmungen des gerissenen Anteils zwischen den Gelenkskörpern des Ober- und Unterschenkels. Dies wieder führt zu starken Schmerzen für die Dauer dieser Einklemmung und in typischer Weise zu einer schmerzbedingten und mechanischen Bewegungseinschränkung (Streckhemmung).

Dem erstuntersuchenden Arzt gelingt es oft, durch Manipulationen des Gelenkes diese Einklemmungen zu beheben. Auch lernen es Patienten häufig, durch lockeres "Ausschütteln" des Gelenkes selbst den gerissenen Meniskus wieder aus der Einklemmung zu befreien. Es kommt dann zum sofortigen Nachlassen des Schmerzes und das Gelenk ist wieder frei beweglich.

Warum sollte nun trotzdem an eine rasche Operation gedacht werden?

Vor allem deshalb, weil diese Einklemmungen zu einer raschen und nachhaltigen Schädigung des umliegenden Gewebes führen. Es ist lange bekannt, daß es so zu einer massiven und nicht mehr reparablen Schädigung vor allem des so wichtigen Knorpelgewebes kommt, die auf lange Sicht zur vorzeitigen Arthrose mit schweren Gelenksabnützungen führt.





Wer sollte operiert werden ?

Prinzipiell gelten hier weder Altersgrenzen noch Grenzen bezüglich der sportlichen Aktivität. Bei einer Meniskusverletzung mir klassischer Einklemmungssymptomatik muß zur relativ dringlichen Operation geraten werden. Ausnahmen bilden hier lediglich etwaige Kontraindikationen zu einem operativen Eingriff bzw. zur Narkose oder zur Regionalanästhesie (schwere andere Erkrankungen, etc.)

Besteht gleichzeitig seit längerer Zeit ein Riss des vorderen Kreuzbandes, so ist anzunehmen, daß es sich hier um eine Folge der Instabilität handelt. In diesem Fall muß die gleichzeitige Kreuzbandoperation erwogen werden.