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15.09.2019 Sie befinden sich hier: Kniegelenk / Vorderes Kreuzband / Sehnen - Transplantat / 
vord. Kreuzband-Ersatz: Sehnen als Transplantat


Die Technik dieses Eingriffes:

Die Technik des Eingriffes unterscheidet sich von der Technik unter Verwendung der Patellasehne vor allem hinsichtlich der Entnahme des Transplantates und seiner Verankerung in den Knochenkanälen


Anatomische Lage der Sehnen zum Kreuzbandersatz
Bohren der Knochenkan�le
fixiertes Sehnen- Transplantat (nach der Methode der Fa. Arthrex)
  1. Zunächst werden wieder zwei kleine Incisionen für das Arthroskop bzw. die arthroskopischen Instrumente beidseits der Kniescheibensehne angelegt.
  2. Über einen 4 bis 5 cm langen Schnitt an der zur Mitte zu gelegenen Seite des Ansatzes der Patellasehne werden dann die Sehnenansätze der beiden Muskeln (Musculus Semitendinosus und Musculus gracilis) freigelegt. Anschließend werden beide Sehnen mittels eines sog. Sehnenstrippers bis weit nach oben losgelöst und schließlich abgetrennt. (Sehnenstripper = ringförmiges Messer, das über die Sehne geschoben und mit Hilfe eines langen Stieles nach oben vorgeschoben wird. Es gelingt so, über einen kleinen Hautschnitt eine lange Sehne zu gewinnen.
  3. Anschließend werden - analog zur Plastik mit der Kniescheibensehne - zwei Tunnel von ca. 8-10 mm Durchmesser an beiden Seiten des Gelenkes in den Knochen gebohrt. Sie erreichen das Gelenk dort, wo normalerweise das gerissene Kreuzband in den Knochen übergeht und dienen der Fixierung des neuen Bandes.
  4. Die beiden Sehnen werden nun in der Mitte gefaltet als 4-lagiges Transplantat durch den unteren Kanal in das Gelenk eingeführt und in eine Position ähnlich dem normalen Kreuzband gebracht. Die Enden des Transplantates werden dabei in die vorher gebohrten Knochenkanäle eingepasst
  5. Die Fixierung in den Knochenkanälen erfolgt auf unterschiedlichste Art und Weise. War früher eine einfache Verschraubung nicht möglich, da des Gewinde die Sehnen sofort in Stücke zerschnitt, gibt es heute bereits spezielle Schrauben, mit denen das problemlos möglich ist. Andere Methoden arbeiten mit quer in den Knochen eingebrachte Stifte, über die das in der Mitte gefaltete Transplantat gezogen wird.
  6. Diese Fixierungsarten und noch einige mehr haben alle zum Ziel, eine so feste Verankerung zu erreichen, daß das Knie bereits unmittelbar nach der Operation stabil genug ist, um eine Bewegung des Gelenkes und eine Belastung des Beines zu erlauben

Durch diese Fixierung ist das Band bereits unmittelbar nach der Operation sehr fest verankert Das Knie ist damit bereits zu diesem Zeitpunkt stabil genug um eine Bewegung des Gelenkes und eine Belastung des Beines zu erlauben

Während der weiteren Heilung kommt es nach neuesten Erkenntnissen bereits nach 6-8 Wochen zum festen Einheilen der Sehnen in den umgebenden Knochen der Bohrkanäle



Vorteile der Methode:

  1. Die Entnahme des Transplantates scheint problemloser toleriert zu werden und verursacht in der Regel keine Beschwerden.
  2. Die Festigkeit des Bandersatzes soll der nach einem Knochen-Band-Knochen-Transplantat entsprechen.


Nachteile der Methode:

  1. Die Einheilung einer Sehne in den Knochen kann niemals so fest erfolgen, wie dies bei einem Knochenblock der Fall ist.