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18.08.2019 Sie befinden sich hier: Sprunggelenk / Knoechelbruch / 
Brüche der Knöchelregion

Knochenbrüche im Bereich des Sprunggelenkes gehören zu den häufigsten Knochenverletzungen des Menschen.

Die Ursache ist meist ein forciertes "Umkippen" in Verbindung mit einer Drehbewegung des Fußes.
Sie treten in verschiedensten Formen auf - häufig als Brüche des Aussenknöchels alleine, noch häufiger in Kombination eines Bruches des Aussenknöchels und des Innenknöchels. Seltener sind isolierte Brüche des Innenknöchels.

Seit dem Erscheinen des Werkes von B.G. Weber "Die Verletzungen des oberen Sprunggelenkes" im Jahr 1966 hat sich die nach ihm benannte Einteilung der Knöchelbrüche allgemein durchgesetzt. Anhand dieser Einteilung ist es möglich, aus den einfachen Röntgenbildern rasch und zuverlässig den Schweregrad der Verletzung zu erkennen, das notwendige Behandlungsregime abzuleiten sowie die Prognose abzuschätzen.

Unterschieden wird dabei ein Typ A (leichteste Form), ein Typ B und ein Typ C (schwerste Form des Knöchelbruches).

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Die Ursache für diese Zunahme der Verletzungsschwere von Typ A bis Typ C ist vor allem darin zu suchen, daß die Anzahl und die Schwere der Bandschäden vom Typ A zum Typ C zunehmen. Während der Typ A nach WEBER nie mit einer Zerstörung der Bandverbindungen zwischen Waden- und Schienbein einhergeht, sind diese Bänder beim Typ C immer gerissen. Typ B und C sind zudem sog. Verrenkungsbrüche, da es regelmäßig zur Verrenkung des Sprungbeines aus der Knöchelgabel kommt - in der Regel in Richtung Aussenknöchel.

Jede der drei Bruchtypen weist ausserdem eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten auf, so daß das therapeutische Vorgehen immer auf die im Einzelnen vorliegende Bruchform Rücksicht zu nehmen hat.

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß Brüche vom Typ B und C vorteilhaft durch eine Operation zu behandeln sind, während Brüche vom Typ A häufig auch ohne Operation behandelt werden können.

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