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15.09.2019 Sie befinden sich hier: Sprunggelenk / Knoechelbruch / Rekonvaleszenz / 
Knöchelbruch - komplikationen und Nachbehandlung


Welche Komplikationen können eintreten und wie wahrscheinlich sind sie ?

Im Prinzip handelt es sich bei der chirurgischen Versorgung von Knöchelbrüchen um Routineeingriffe, die bis in das kleinste Landkrankenhaus sehr häufig durchgeführt werden.

Trotzdem kann kein Chirurg Ihnen versprechen, daß - auch bei banalen Brüchen - keine Komplikationen auftreten werden.

Komplikationen sind selten, letztlich aber auch abhängig von der Verletzungsschwere. So kommen z.B. Infektionen sehr viel häufiger bei offenen Knochenbrüchen vor als bei geschlossenen.



Wie lange dauert in der Regel die Rekonvaleszenz ?

Auch die Dauer der Rekonvaleszenz ist letztlich abhängig von der Verletzungsschwere.

Bei Verletzungen vom Typ A - den leichtesten Verletzungen - muß mit einer Ruhigstellung (d.h. mit einem Gipsverband) von 4 - 8 Wochen gerechnet werden.

Bei Verletzungen vom Typ B und C muß von einer Ruhigstellungsdauer von 6 - 12 Wochen gerechnet werden.

In vielen Fällen - abhängig von der Stabilität der chirurgischen Knochenbruchfixierung - ist auch eine gipsfreie Nachbehandlung möglich. Allerdings muß dann damit gerechnet werdenm, daß eine Belastung des operierten Beines erst sehr viel später möglich ist als mit Gipsruhigstellung. Mit Gips ist eine Belastung gewöhnlich nach 3 Wochen problemlos möglich, gipsfrei erst nach 6 - 12 Wochen.



Welche Langzeitfolgen sind zu erwarten?

Auch die Langzeitfolgen sind abhängig von der Schwere der Verletzung.

So können auch bei optimaler Versorgung bei Trümmerbrüchen des Typs B und C Bewegungseinschränkungen des Sprunggelenkes verbleiben.

In der Regel verbleiben bei Frakturen des Typs A keinerlei Dauerfogen.
Auch Brüche vom Typ B und C sollten - wenn keine Zusatzverletzungen am Gelenksknorpel vorliegen bei optimaler Versorgung ohne Langzeitfogen ausheilen.

Häufiger zu Spätproblemen kommt es dagegen bei offenen Knöchelbrüchen, da hier sehr oft die Nachwirkungen einer Knocheninfektion bestehen. In solchen Fällen muß leider mit gravierenden Spätfolgen bis hin zur Versteifung des Sprunggelenkes gerechnet werden.