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15.09.2019 Sie befinden sich hier: Sprunggelenk / Knoechelbruch / Behandlungsform / 
Knöchelbrüche - Therapie


Wer sollte operiert werden?

Die Frage hier muß eigentlich lauten: Wer sollte nicht operiert werden?

Prinzipiell ist zu sagen, daß Frakturen vom Typ WEBER B und C fast immer operationspflichtig sind, da es dabei in der Regel zu einer massiven Verschiebung (Subluxation) des Sprungbeines nach aussen aus der Sprunggelenksgabel kommt. Ausnahmen bilden nur die sehr seltenen unverschobenen Brüche.

Von einer Operation abstand nehmen wird man natürlich auch dann, wenn allgemeine Kontraindikationen vorliegen (internistische Erkrankungen,...) oder wenn schwere Hautveränderungen im Operationsgebiet eine postoperative Komplikation befürchten lassen.

Nicht operiert werden müssen sehr häufig die Brüche vom Typ WEBER A, da hier selten eine Verschiebung vorliegt und die Bandverbindungen - vor allem zwischen Schienbein und Wadenbein - in der Regel intakt sind.

In jedem Fall operiert werden müssen sogenannte "Offene Brüche", das sind Brüche mit zusätzlicher Verletzung der Haut und der Weichteile im Bruchbereich.

In jedem Fall operativ behandelt werden müßen auch Brüche, die zu einer Verletzung der den Fuß versorgenden Blutgefäße oder Nerven führen.



Wann sollte operiert werden?

Offene Verletzungen

Liegt ein offener Knochenbruch vor (d.h. liegt im Bereich des Bruches auch eine Verletzung der Haut und der Weichteile vor) so ist die Operation sehr dringlich innerhalb der ersten Stunden nach dem Unfall durchzuführen.
Andernfalls besteht eine erheblich gesteigerte Gefahr einer postoperativen Infektion, die in den meisten Fällen eine Langdauernde Behandlung mit mehreren Folgeeingriffen bedeutet.

 

Geschlossene Brüche

Ist die Indikation zur Operation gegeben, so sollte diese möglichst rasch durchgeführt werden, möglichst innerhalb der ersten 6-8 Stunden nach dem Unfall.

Ist eine Operation in den ersten Stunden nach dem Unfall nicht möglich, so sollte in jedem Fall die erste Schwellungsphase abgewartet werden, die in der Regel ca. 3 bis 6 Tage dauert. Dies ist deshalb notwendig, da in dieser Zeit zum einen die Operation schwieriger wird und zum anderen bei starker Schwellung ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko besteht.