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Anatomie des Hüftgelenkes

lat.: Articulatio coxae

Das Hüftgelenk wird gebildet durch die Hüftgelenkspfanne des Beckens einerseits und durch das obere (proximale) Ende des Oberschenkelknochens (lat.: femur).

Das körpernahe, obere Endstück des Oberschenkelknochens besteht aus dem kugeligen Schenkelkopf (Caput femoris), der mit Gelenksknorpel überzogen ist, und einem relativ langen Hals (Collum Femoris) . Der Hals liegt seitlich vom Kopf und bildet mit dem Schaft des Oberschenkelknochens einen Winkel von 120-130 Grad.

Das obere Ende des Schaftes bildet eine mächtige Knochenformation, die als Ansatzpunkt kräftiger Hüftmuskeln dient. Diese Knochenformation wird als großer Rollhügel (lat.: Trochanter major) bezeichnet und liegt dicht unter der Haut und ist daher am Lebenden gut zu tasten. Der eigentliche Schaft des Oberschenkelknochens (femur) liegt dagegen ganz vom Muskelmantel des Oberschenkels umgeben in der Tiefe.

An der Grenze von Hals und Schaft liegt an der Innenseite (medialseitig) eine zweite kleinere Knochenformation, der kleine Rollhügel (Trochanter minor).

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Die Gelenkspfanne

Die Gelenkspfanne des Hüftgelenkes (lat.: Acetabulum) ist eine halbkugelige Aushöhlung des Hüftbeines. Der Rand dieser Pfanne wird noch durch einen faserknorpeligen Ring (Labrum acetabulare) so erhöht, dass nahezu 2/3 des Kopfes in der Pfanne liegen.

Diese Gelenkspfanne ist nur an einer ungefähr halbmondförmigen Fläche (Facies lunata) mit Gelenkknorpel bedeckt, Der nicht überknorpelte Rest ist die Fossa acetabuli, die mit lockerem Binde- und Fettgewebe gefüllt ist. Hier entspringt ein rundliches, kräftiges Band, das mit dem anderen Ende am Oberschenkelkopf ansetzt (lat.: ligamentum capitis femoris).

Die Gelenkskapsel des Hüftgelenkes ist derb und fest. Sie entspringt mir ihrer Basis am Hüftbein zirkulär am Rande der knöchernen Gelenkspfanne. Am Oberschenkel befestigt sie sich vorne an einer Linie zwischen der beiden Rollhügel (Linea intertrochanterica), hinten reicht sie nicht so weit nach abwärts, sondern nur bis zur Mitte des Schenkelhalses.

Die Gelenkskapsel des Hüftgelenkes ist durch mehrere kräftige Bänder verstärkt. Diese wirken teils hemmend auf die Bewegung des Spielbeines ein, teils haben sie aber auch eine große Bedeutung für die Ausbalancierung des Rumpfes auf den beiden Standbeinen.

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