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18.04.2019 Sie befinden sich hier: Sprunggelenk / Anatomie / Gelenksanatomie / Fußwurzel / 
Anatomie - Die Fußwurzel

Das Skelett der menschlichen Fußwurzel setzt sich aus sieben einzelnen Knochen zusammen, die durch zahlreiche Bänder, Sehnen und Muskel miteinander verbunden sind:

  1. Das Sprungbein (Talus)
  2. Das Fersenbein (Calcaneus)
  3. Das Kahnbein (Os naviculare)
  4. Die drei Keilbeine (os cuneiforme mediale, intermedium, laterale)
  5. Das Würfelbein (Os cuboideum)
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Dem prinzipiellen Organisationsplan des Fußes muß die größte Wichtigkeit beigemessen werden, da nur aus ihm heraus krankhafte und verletzungsbedingte Veränderungen zu verstehen sind.

Die Gabel der Unterschenkelknochen verbindet sich nur mit dem Sprungbein (Talus). Das ist möglich, da die beiden körpernahen (proximalen) Fußwurzelknochen nicht nebeneinender liegen wie im ursprünglichen Zustand (und auch an der Hand), sondern übereinander: Das Sprungbein (Talus) ruht auf seinem ursprünglichen Nachbarn, dem Fersenbein (Calcaneus).
Wir haben also - von hinten betrachtet - zwei Stockwerke von Fußwurzelknochen. Erst der an das Sprungbein sich körperferne (distal) sich anschließende Großzehenstrahl (1. Mittelfußknochen) berührt mit seinem Kopf den Boden. So kommt innen ein hohes Fußgewölbe zustande, das von dem erhöht gelegenen Sprungbein seinen Ausgang nimmt, während aussen nur ein flacher Gewölbebogen besteht. Auch in querer Richtung ist ein Gewölbe ausgebildet.

Verfolgt man die fünf Strahlen des Mittelfusses in die Fußwurzelknochen hinein, gelangt man von den drei inneren Strahlen über die drei Keilbeine und das Kahnbein aufwärts zum Sprungbein. Die beiden äusseren Strahlen lassen sich dagegen über das Würfelbein zum tiefer gelegenen Fersenbein verfolgen.

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An keinem Glied des Körpers kann man so deutlich die Abstimmung eines funktionellen Systems von Knochen, Bändern, Muskel und Sehnen beobachten wie am Fuß. Jeder Teil trägt und stützt den anderen, jede Störung des Gleichgewichtszustandes, wie z.B. die Lähmung eines Muskels, führt zu Stellungsänderungen und in der Folge zu Verformungen des ganzen Fußes.
So kann eine kleine angeborene oder erworbene Verdrehung des Fersenbeines in seiner Längsrichtung zu einem Abrutschen des Sprungbeines Führen - das Ergebnis ist der Plattfuß oder Senkfuß, bei dem der Patient mit seiner ganzen Sohle auftritt und das Fußgewölbe mehr oder weniger verschwunden ist.

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